top of page

Dyskalkulie Therapie
 

Was ist eine Rechenschwäche (Dyskalkulie)?

Von einer Rechenschwäche (Fachbegriff: Dyskalkulie) spricht man, wenn über einen längeren Zeitraum – meist über sechs Monate oder mehr – anhaltende Schwierigkeiten im Rechnen bestehen.

 

​Kinder mit einer Rechenschwäche verfügen oft über ein unzureichendes mathematisches Grundverständnis für Zahlen, Mengen, Zahlenräume und die Grundrechenarten. Häufig bleiben sie lange beim Zählen stehen und können den steigenden schulischen Anforderungen immer weniger folgen.​​​​​​

​​

Wie erkenne ich eine Rechenschwäche?

Vielleicht stellen Sie bei Ihrem Kind eines oder mehrere der folgenden Anzeichen fest:

​

  • Ihr Kind hat anhaltende Probleme beim Rechnen, schon länger als ein halbes Jahr

  • Es zählt auch nach der 3. Klasse noch überwiegend mit den Fingern.

  • Trotz intensivem Üben zeigen sich kaum Fortschritte.

  • Gelerntes wird schnell wieder vergessen.

  • Mathematik-Hausaufgaben führen regelmässig zu Streit und dauern sehr lange.

  • Ihr Kind weigert sich, in die Schule oder in den Mathematikunterricht zu gehen.

  • Es leidet unter Prüfungsangst.

  • Es zweifelt an sich selbst.

  • Es zeigt emotionale Belastungen oder psychosomatische Symptome.

​

Treffen mehrere dieser Punkte zu, könnte eine Rechenschwäche vorliegen. Rechenschwäche verschwindet nicht von alleine, sie erfordert eine gezielte Therapie. Eine frühzeitige Abklärung und Unterstützung ist deshalb empfehlenswert. Sie ersparen Ihrem Kind viel Frustration.

​​

​​​​

Was sind mögliche Ursachen?

​

Viele Eltern fragen sich: Warum hat unser Kind diese Probleme?

​

Die Ursachen einer Rechenschwäche sind vielfältig. Man kann nie von nur einer Ursache ausgehen. Welche konkreten Ursachen eine Rechenschwäche hat, ist noch nicht vollständig geklärt. Forscher gehen von einer Kombination unterschiedlicher Faktoren aus.

​

  • Psychische, soziale und emotionale Ursachen: z. B. Entwicklungsverzögerung-/Störung, gesundheitliche Probleme, familiäre Belastungen, negative Erfahrungen, Ängste, mangelndes Selbstvertrauen, etc.

  • Genetik, organische, neurologische Ursachen: z. B. (vererbte) Anomalien bestimmter Hirnareale, Kognition (Denk- und Wahrnehmungsprozess), etc.

  • Schulisch-didaktische Ursachen: z. B. Unterrichtsmaterial-/Methode, mangelhafter mathematischer Aufbau, häufiger Lehrpersonenwechsel, Tempo, etc.

​

Gerne informiere ich Sie dazu persönlich oder verweise auf weiterführende Informationen.

​

​​​​

​
 

Ziele der Abklärung:

In einer fundierten Abklärung wird die Gesamtsituation des Kindes angeschaut um festzustellen, wie das Kind optimal gefördert werden kann. Wichtige Themen dabei sind:

​

  • Wie weit ist das Kind entwickelt? (Stärken, Schwächen, Selbstständigkeit, Wahrnehmung, Gedächtnis, Abstraktionsfähigkeit, Sprache, etc.)

  • Wie rechnet das Kind? (Mit Fingern, Strategien, Logik, «Tricks», etc.)

  • Wie geht es dem Kind? (Motivation, Selbstwert, Ängste, Vermeidungsverhalten, Arbeitshaltung, Psyche, Krankheiten, etc.)

  • Wie ist das (Lern-)Umfeld des Kindes? (Familiäre Situation, Hausaufgaben, Schule, Klasse, Lehrer, Lehrmittel, Unterrichtsmethoden- & Material, etc. )

 

Ablauf der Abklärung

​

  1. Kontaktaufnahme (telefonisch oder schriftlich)

  2. Erstgespräch mit Eltern und Kind (ca. 30 Minuten)
    Fundierte Erfassung der Gesamtsituation:
    Schwierigkeiten, Lernumfeld, Schulbiografie, Familiensituation, bereits erfolgte Abklärungen, Erwartungen, Ziele und weiteres Vorgehen.

  3. Rechenstandsanalyse mit dem Kind, gleich im Anschluss zu Erstgespräch (ca. 60-90 Minuten)
    Dabei klären wir unter anderem:

    • Wo steht das Kind mathematisch?

    • Wie rechnet es?

    • Welche Strategien nutzt es?

  4. Auswertungs- und Beratungsgespräch mit Eltern und Kind
    Besprechung der Ergebnisse, Förderplan, Zielvereinbarung und Therapieplanung.

​

Auf Wunsch wird zur Rechenstandsanalyse ein detaillierter schriftlicher Bericht verfasst. Kosten siehe hier.

​

Die Abklärung kann unabhängig davon erfolgen, ob anschliessend eine Therapie begonnen wird.

​​
​
​

Ziele der Therapie

Die Therapie verfolgt folgende Ziele:

​

  • Aufbau der mathematischen Grundlagen und des Zahl- und Mengenverständnisses

  • Entwicklung effizienter Rechenstrategien

  • Abbau von Ängsten

  • Stärkung von Sicherheit und Selbstvertrauen

  • (Wieder) Freude am Rechnen gewinnen

​

Eine Dyskalkulie-Therapie ist ganzheitlich ausgerichtet. Neben dem mathematischen Aufbau beziehe ich auch die psychische und soziale Situation des Kindes mit ein. Meine Erfahrung im Coaching von Kindern und Jugendlichen sowie im Lerncoaching fliesst dabei gezielt in die Therapie ein.

​

Wichtig: Eine Therapie ist keine Nachhilfe.
Während Nachhilfe den aktuellen Schulstoff vertieft, arbeitet die Therapie an den grundlegenden mathematischen Basiskompetenzen.

​

Ablauf der Einzeltherapie

​

  • Wöchentliche Sitzungen à 60 Minuten (ausser Schulferien)

  • Individueller Aufbau der fehlenden Grundlagen

  • Regelmässige Standortgespräche mit den Eltern

​

Dauer

Die Therapie benötigt Zeit und Geduld und die Dauer ist individuell.

In der Regel dauert eine Therapie 1 ½ bis 2 Jahre.

​

Üben zu Hause

Das Kind erhält wöchentlich kurze Aufgaben (ca. 10–15 Minuten an fünf Tagen pro Woche), die selbstständig bearbeitet werden sollen.

​

Zusammenarbeit mit Schule und Fachstellen

Falls gewünscht – und meist sinnvoll – erfolgt ein Austausch mit Lehrpersonen und Fachstellen (z.B. Schulpsychologischer Dienst).

​

Kosten

​

  • Erstes Gespräch telefonisch à ca. 15 Minuten: kostenfrei

  • Rechenstandsanalyse und Therapielektionen, Elterngespräche, inkl. Vor- und Nachbereitung: CHF 110.– pro Stunde

  • Administrative Arbeiten (Schriftlicher Bericht, Telefonate, E-Mails mit Schulen oder Fachstellen): CHF 60.– pro Stunde

​

Die Abrechnung erfolgt nach gegenseitiger Vereinbarung. Bitte klären Sie eine mögliche Kostenbeteiligung direkt mit Ihrer Krankenkasse.

Therapie
Abklährung
Kosten
Therapie
..
Abklärung

Von einer Rechenschwäche (Fachbegriff: Dyskalkulie) spricht man, wenn über einen längeren Zeitraum – meist über sechs Monate oder mehr – anhaltende Schwierigkeiten im Rechnen bestehen.

 

​Kinder mit einer Rechenschwäche verfügen oft über ein unzureichendes mathematisches Grundverständnis für Zahlen, Mengen, Zahlenräume und die Grundrechenarten. Häufig bleiben sie lange beim Zählen stehen und können den steigenden schulischen Anforderungen immer weniger folgen.​​​​​​

bottom of page